Die Erkrankung des Zahnhalteapparates, d.h. des Gewebes, das sich direkt am Zahn befindet (Zahnfleisch und Knochen) ist häufig Folge einer mangelnden Mundhygiene oder Folge schlecht sitzenden Zahnersatzes. Erst wenn ,,der Patient bzw. die Patientin" im Rahmen der Vorbehandlung (Prophylaxe) in der Lage ist alle Zahnzwischenräume sauber zu halten, kann mit der eigentlichen Behandlung begonnen werden.
Die pathologischen Zahnfleisch- und Knochentaschen werden mit speziellen Instrumenten gereinigt. Dies geschieht mit Küretten (speziell geformte Handinstrumente) und mit ultraschallbetriebenen Geräten.
Bei schweren chronischen Parodontitiden haben diese Reinigungsmaßnahmen oft keine ausreichende und nachhaltige Wirkung, wir bieten Ihnen eine wirkungsvolle Behandlung mit dem Helbo-Laser an, s. unten.
Bei Verdacht auf eine aggressive Parodontitis führen wir eine Keimbestimmung durch, um unter Umständen begleitend eine Antibiotikatherapie durchzuführen.
Von entscheidener Bedeutung für den Erfolg der Behandlung ist das Einsetzen einer intensiven häuslichen Mundhygiene unmittelbar im Anschluß an die Behandlung. Dabei ist der Einsatz von Zahnseide und Zahnzwischenraumbürstchen unerläßlich.
Rechtzeitig behandelt kann einer Parodontitis fast immer Einhalt geboten werden, allerdings ist die Behandlung z.T. langwierig und immer stark von der Mitarbeit des Patienten abhängig. Da es sich bei der Parodontits um eine bakterielle Erkrankung handelt, muß sich jeder Betroffene im Klaren sein, dass selbst nach erfolgreicher Beseitigung der Entzündung die Gefahr des Rückfalls fortbesteht. Nach Beendigung der Therapie ist eine regelmäßige Nachsorge nötig, um einem erneuten Aufflammen der Entzündung frühest möglich entgegen zu wirken.
Unbehandelt führt die Parodontitis fast immer zu Zahnverlust und daraus resultierend funktionellen und ästhetischen Beeinträchtigungen.
Außerdem ist die Parodontitis ein Risikofaktor für die allgemeine Gesundheit.
So gilt ein Zusammenhang zwischen Parodontitis und einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt)und Diabetes mellitus als wissenschaftlich gesichert.
Eine amerikanische Studie an der Universität von Carolina (USA) fand heraus,
daß Frauen mit einer nicht spezifisch behandelten Parodontose (oder den Vorstadien dieser Erkrankung) ein siebenfach höheres Risiko von Frühgeburten oder Geburten mit zu niedrigem Geburtsgewicht tragen.
Verantwortlich sind spezielle Keime bzw. Bakterien, die Giftstoffe freisetzen,
die über den Mutterkuchen den Fötus erreichen und das Wachstum hemmen.
Antimikrobielle Photodynamische Therapie (aPDT) mit dem Laser
Unter dem Begriff "Photodynamische Therapie" versteht man:
Die lichtinduzierte Inaktivierung von Zellen, Mikroorganismen oder Molekülen!
Die "Antimikrobielle" Photodynamische Therapie richtet sich gezielt gegen pathogene Mikroorganismen.
Dabei werden infektionsverursachende Bakterien mit Hilfe eines Farbstoffes:
Die antimikrobielle photodynamische Therapie (aPDT)
reduziert die pathogenen Bakterien auch in tiefen Zahnfleischtaschen
um > 99%*,
ohne Nebenwirkungen!
* durch Studien der Universität Wien nachgewiesen
Unser Praxisteam ist in der Durchführung dieser Therapie speziell ausgebildet und die Praxis entsprechend zertifiziert.